Freitag, 23. Januar 2015

Nachruf: Reiner Virchow

Als Jan mir heute das traurige Ergebnis seiner Suche nach einem Lebenszeichen von Reiner gelinkt hat war ich ehrlich betrübt. Warum? Ich habe ihn auf unserem Teleskoptreffen in Rhena kennenlernen dürfen, so wie ich einige dort persönlich kennenglernt habe. Reiner war einfach auf Anhieb ein "Sympath" wie man so schön sagt, offen, gesellig und vor allem begeisterungsfähig - Ein "Hans Dampf" könnte man salopp sagen, der nach seinen Erzählungen nicht in seinem Topf fest saß sondern in alle Richtungen interessiert und engagiert war Mir bleiben da vor allem seine erheiternden Erzählungen über seine völlig fachfremden Hobbys wie Honigbienen und die Zucht alter Schafsrassen in Erinnerung - schade, dass ich ihn nicht noch öfter sehen und näher kennenlernen konnte :(

Was mich besser schlafen lässt: Weder scheint er durch seinen unerwarteten Tod hat lange leiden müssen, noch wird er so schnell in Vergessenheit geraten, weder bei den Leuten die ihn durch die Astronomie kennenlernten noch und vor allem bei den Menschen mit denen er daheim voller Begeisterung andere Interessen teilte und die ihn auch heute und in Zukunft in Ehren und Erinnerung behalten werden.



Sonntag, 18. Januar 2015

BB vom 17.01.2015

Ort: Hochtaunus
Uhrzeit: 21:30 bis 1:30 Uhr
Wetter: klar, zum Ende hin zuziehend
GG: ~5m9, im Zenit besser

Wider meine üblichen Gewohnheiten verzichte ich auf das Gejammer wie lange die letzte richtige Beobachtungsnacht her ist - da ist einfach fatalistische Engelsgeduld gefragt und nun wurde sie ja auch belohnt.

In voller Besetzung schlug unsere Mannschaft (Andreas, Jan, Michael, Rainer, Ralf) auf einem selten genutzten Platz ein, ich kam mit Abstand am spätesten, einmal mehr der späten Staffelübergabe meiner Frau geschuldet ;) Ganz alleine waren wir auch nicht, ein fotografischer Kamerad stand 100m weiter, der wohl auch kurz vor seiner Abfahrt nochmal reinschnupperte aber da war ich gerade vertieft. In den letzten Monaten mag man (ich) wenig Zeit zum Beobachten aber viel Zeit zum Nachdenken gehabt haben, weswegen ich einige grundsätzliche Dinge mit mir ausmachte: Vorbereitung war schon immer die halbe Miete, aber unserer regionalen Wetterentwicklung geschuldet ist man schlicht im Eimer wenn man ohne Zielvorgabe und geordenten Sachen nur mit Karte bewaffnet den Weg antritt - sonst verharrt man doch wieder immer ewiggestrigen "Warmgucken mit alten Bekannten" - eine Angewohnheit die ich nach einiger Erfahrung mit Durststrecken inzwischen als völlig sinnfrei erachte, das bringt dich keinen Deut vorwärts, eingeübte Abläufe werden dadurch auch nicht flüssiger und man guckt am Ende doch nur was man schon kennt. Ergo hatte ich eine Menge Papier im Kofferraumbüro und machte mich nach der schnellen Justagekontrolle auch gleich ans Werk.



Mein erstes Ziel war eine gar nicht mal sooo dunkle (13,7m) Galaxie in Orion (direkt neben Bellatrix) NGC 1875 auch unter der Arp Nummer 327 eingetragen eine E2 Galaxie die Teil der Gruppe Hickson 34 ist. Leider scheiterte ich trotz sicherem Auffinden der Stelle an der exakten Identifizierung, die Karte war leider eine Stufe zu groß gewählt, so dass ich dort durchaus schemenhaftes wahrnahm aber die klare Aussage, dass sie das nun war auf die nächste Nacht warten muss (siehe "mangelnde Vorbereitung"). Zwischenzeitlich gab es bei Jan mit 10" den PN NGC 2022 aufs Auge. Nicht übermässig detailstrotzend aber ein feines Nebelchen, das ebenso auf meiner Liste stand und hernach nochmal mit 8" nachbeobachtet wurde, nicht wirklich schlechter.

Was beobachtet man in Auriga? Offene Sternhaufen natürlich, das war vorab gleich ein Grund etwas ANDERES in diesem Sternbild zu recherchieren. Die Wahl fiel auf einen hellen aber sehr kleinen planetarischen Nebel mit dem Namen IC 2149 (PK 166+10.1). Mit 10,1m ist das kein Problem des Sehens sondern mit nur etwa 10 Bogensekunden Größe, dass des Identifizierens. Dank des Hunter Atlases war die Position schnell festgenagelt, Problem stellten hier die reichlich vorhandenen Feldsterne dar. Schon in der Übersichtsvergrößerung war der PN zu sehen, was ich aber natürlich erst nachträglich wissen konnte. Über 85 fach wo immer noch kein flächiges Objekt auszumachen war erhöhte ich auf 179-fache Vergrößerung. Hier war ein "Stern" im Feld etwas "matschig" aber immer noch wahnsinnig klein, der Filterblink mit vorgehaltenem [OIII] bracht die Gewissheit, DA ist er. Ich vergrößerte noch auf 255-fach aber da wurde es mit Filter schon zu dunkel, ohne war der Nebel noch zu sehen, aber Details waren nicht auszumachen, auch nicht die ovale Form, da braucht man einfach mehr Öffnung und noch eine Schippe auf die Vergrößerung.

Mein nächstes Objekt war bereits von Jan angegangen worden und so gesellte ich mich zu ihm, denn hier war nicht das Auffinden ein Problem sondern das SICHERE Bestätigen, dass das Objekt wirklich da ist. Abell 12 ist einer der helleren Vertreter der Abell Planetarys, klebt unverfehlbar direkt am Stern my Orionis was auch gleich die "große Schwierigkeit" des Objektes erklärt. Beim allerersten Blick..mmh, ein Stern, in der Tat auch sauber ohne nennenswertes Halo. Aber beim zweiten und eher indirekten Blick: Aha, der Stern hat durchaus ein Halo (trotz sauberer Optik, aber er ist ja auch mit 4m verflucht hell). Bei längerem Hinschauen wurde mir recht schnell klar, dass das Halo in Richtung 7-9 Uhr - schwer fassbar - irgendwie verlängert aussah, also kein perfekter Kreis um den Stern. Wir wechselten die Vergrößerung und je höher wir vergrößerten desto klarer wurde, dass sich dort am Rande des Halos der planetarische Nebel versteckt. Zu Beginn noch eine subtile Haloverlängerung, wurde es immer mehr zur Ausstülpung mit Kontakt zum Halo bis ich bei 186-fach mit Baader [OIII] eine kreisrunde aber immer noch mit dem Sternschein verbundene Aufhellung klar umreissen konnte - Spannend! Echt ein Objekt, das man sich "erarbeiten" muss, ich war so gefesselt, dass ich Jan bat mir kurz den Stuhl für eine Skizze zu überlassen, mangels vieler Feldsterne war das relativ schnell geschehen. Eines der Highlights dieses Abends für mich.




Die Transparenz war zwischenzeitlich nach Mitternacht etwas schlechter geworden hatte sich aber wieder gefangen, im Süden waren tief einige dunkle Wolken am Horizont entlang gezogen im Norden hingegen war für mich relativ unbemerkt eine höher werdende Wand sichtbar geworden, die plangemäss die Nacht in ihre Schranken wies. Noch war mir das Wurscht, ich war inzwischen gen Leo gewechselt und suchte noch ein nettes sehr eng stehendes Galaxienpäärchen im Schulterbereich auf. NGC 3226 (10,8m) und NGC 3227 (11,4m) klebten beinnahe aneinander bei 85-fach, bei 136-fach waren sie aber völlig klar getrennt und sahen trotz leicht unterschiedlicher Helligkeit weitgehend identisch aus. Auf dem Weg von Algieba blitze auch NGC 3222 mit 12,8m auf.



An Jans Teleskop wurde mir noch der Affenkopfnebel NGC 2174 zu teil, der eingebettet im Sternhaufen NGC 2175 liegt, erstaunlich hell und vor allem mächtig gesichtsfeldfüllend. Für den Bezug zum Affen braucht man etwas Fantasie bzw muss die Fotos dazu kennen, aber nicht minder beeindruckend. Ein weiterer planetarischer Nebel konnte in Rainers 12er bewundert werden. Abell 21 - der Meduasnebel. Fand ich persönlich nochmal interessanter als den Affenkopf, wenngleich viel schwächer, wie eine gebogene Sichel zeigte sich der PN im Okular, geringe Oberflächenhelligkeit und doch bei weitem nicht so schwer wie ich das vermutet hatte.

Die Aufbruchsstimmung (und die damit bei den verfluchten modernen Autos kaum noch zu bändigende Lichtflut) verbreitete sich dann doch recht schnell. Meine Frontscheibe war zum Glück abgedeckt, trotzdem kostet es ein wenig Standlauf bis der Eispanzer ein sicheres Fahren ermöglichte, so blieb noch genug Zeit zum schnellen Abbau und einem letzten Plausch bevor wir wieder unserer Wege zogen. Die Nacht war knackig kalt aber nicht sibirisch, Jeans, Skihose, Wollsocken, Thermostiefel, Wollpulli, Winterjacke, Schal, Gesichtsmaske und Wollmütze nebst Handschuhen haben mich zar leicht ausgekühlt aber nicht bibbernd ins Auto sitzen lassen (an den Händen wars am kältesten und ein Pulli mehr hätte wohl nicht geschadet) ;) 

Eine wirklich schöne Nacht, viele neue Objekte ach und genau, da war doch noch was... Den Kometen C2014/Q2 Lovejoy hatte ich nun endlich auch im Okular nachdem ich ihn vor ein paar Tagen bereits im Fernglas "erlegt" hatte. Definitiv einer der beeindruckensten der letzten Jahre, sehr hell, mit interessatem Kerngebiet und einem Schweif, der sich über mehrere Gesichtsfelder verfolgen liess!

Donnerstag, 15. Januar 2015

BB vom 14.01.2015

Ort. Balkon Taunusstein

Nein kein BB, aber eine größere Lücke im Dauergrau und Jan nötigte mich (dankenswerter Weise!) doch mal einen Blick auf den Kometen C2014/Q2 Lovejoy zu werfen. 

Eine gute Entscheidung: Das ist ein wirklich beeindruckender Komet, dafür dass ich mich mit dem Fernglas gerade mal etwas vom Balkon gelehnt habe und ihn grob zwischen Hyaden und Plejaden auf Anhieb drin hatte und sogar freiäugig war er innerorts wahrzunehmen. Ein wirklich heller großer Blob mit ansatz von Schweif. Ergo noch schnell die EOS kurz in die Richtung gehalten für "ein Beweisfoto"... hoffentlich hält er noch ein Weilchen durch, das ist endlich mal wieder ein Kandidat der auch im Teleskop Spaß machen könnte.


Mittwoch, 3. Dezember 2014

Space Engine 0.9.7.1 - Fantastische Simulationssoftware (in Entwicklung)

Durch einen Foreneintrag auf astronomie.de stolperte ich heute über eine mir bisher unbekannte, optisch opulente Astronomie Simulation im Stile von Celestia.

Schon die ersten Bilder in einem der auf der offiziellen Seite zahlreichen Videos zeigt: Hier wird grafisch aber auch physikalisch in einer ganz anderen Liga gespielt!


Der Entwickler Vladimir Romanyuk beschreibt den Funktionsumfang der bisher (kostenlos) erhältlichen Betaversion wie folgt:
  • Alle Arten von astronomischen Objekten wie Galxien, Nebel, Sterne und Sternhaufen, Planeten und Monde sowie Kometen und Asteroiden
  • Basiert auf den NGC/IC Katalog sowie dem HIPPARCOS Katalog, auch Exoplaneten sind enthalten.
  • Der Benutzer kann sich frei im Universum bewegen und zwar im Stile eines Computerspiels mit den allseits bekannten Tasten WASD, der Übergang von beispielsweise unserem Sonnensytem zu den entferntesten Regionen ist dabei völlig nahtlos, alles wird während dem Erkunden gerendert.
  • Objekte können über Suchfunktion gefunden, ausgewählt und automatisch angeflogen werden (Taste G)
  • Voluminetrische 3D Modelle von Galaxien und Nebelobjekten mit interstellaren Staubwolken.
  • 3D Landschaften AUF der Oberfläche von uns bekannte Objekten, einige basieren auf Sondendaten
  • Eingebautes Wiki mit Hintergrundinformationen zu vielen Objekten

Vieles mehr ist noch enthalten und muss erstmal erkundet werden ;) Folgende Versionen sollen noch weit mehr Features (beispielsweise, dass das simulierte "Raumschiff" dann sogar korrekt von der Gravitation beeinflusst wird ect.) enthalten, hierzu läuft wohl aber gerade eine Fundraisingaktion.

Ein erster Testlauf auf meinem Uraltrechner (AMD 2,4Ghz Dualcore, Win7, 3GB RAM) hat mich mit offenem Mund zurückgelassen! Es läuft trotz der Anforderungen erstaunlich gut, das erste Starten dauert recht lange und manchmal gibt es einige Ruckler, auf aktueller Hardware kann man auch sicher alle Grafikoptionen noch sehr viel höher drehen aber es schaut auch so schon fantastisch aus und ist vor allem toll zu bedienen und bietet mehr als nur ein bisschen "Raumschifffliegen"!

Die integrierte Wiki ist unglaublich ergiebig und detailliert und das alles komplett auf Deutsch.  Objekte lassen sich leicht auffinden und automatisch anfliegen. Im Gegensatz zu anderen Programmen dieser Art kann man nicht nur die Objekte von außen betrachten, sondern sich auch IN Nebelobjekte, Sternhaufen und Planetenatmosphären begegeben und über detaillierte Oberflächen fliegen. Eine lustige Aufgabe die man sich bei vielen Deepskyobjekten stellen kann: Finde die 3D Ansicht die dem Anblick von der Erde aus entspricht ;) Da muss man sich schon etwas Mühe geben um biespielsweise den Orionnebel so einzustellen, dass man "unsere" 2D Ansicht erkennt. Apropos Ansichten - das Programm läuft auf Vollbild mit etwas niedrigerer Auflösung als die Desktopauflösung nochmal wesentlich flotter auf älteren Rechnern. Außerdem kann man eine dynamische Beleuchtung einschalten, was sich dann in schwindender Adaption und damit Verringerung der Sternzahl beim Blick auf sehr helle Objekte (Sonne, Planeten im Orbit) niederschlägt.

Über all diese Funktionen beherrscht die Software auch die "üblichen", wie Darstellung von Orbits, Simulation von Planetenbewegungen und Kometendurchgänge (die übrigens unglaublich realistisch aussehen!).

Eine Kartenfunktion rundet das ganze noch ab, dabei kann man per Schieberegler die Entfernung einstellen - ein geniales Werkzeug um die räumliche Verteilung von Deepskyobjekten, vor allem von Galaxien und Galaxienhaufen intuitiv und von allen Seiten zu erforschen. Ich bin einstweilen hin und weg von dieser Software, selbst als Betaversion dürfte die Space Engine das beste darstellen was es derzeit gibt. Hoffen wir, dass die Entwicklung dort noch voran schreitet.

Inzwischen habe ich mir den "Raumschiffpart" noch näher angesehen - Respekt! Das ist nicht einfach nur nettes Beiwerk, das ist relativ komplex gestaltet mit Anflugsvektoren, Orbitberechnungen und Reiseplanung - also eher was für Cracks die sich für solche Simulationen begeistern können ;) Achja, und die musikalische Untermalung halte ich für sehr gelungen und trägt zu einer interessanten Atmosphäre bei - wen es nervt kann es natürlich auch einfach abschalten.


Zur Herstellerseite mit Downloadmöglichkeit

Zum Abschluss einige Screenshots, die kaum das "Look&Feel" wiedergeben können:

Die Andromeda Galaxie M31 aus der Nähe


Kugelsternhaufen in der "Nähe" des Eta Carina Nebels


Unsere Milchstraße wie man sie von den Randbereichen von M31 aus sehen würde


 Unsere Milchstraße "edge on" - kommt mir irgendwie bekannt vor




Die 3D Kartenfunktion - es lassen sich in unterschiedlicher Detaillierung auch Objekte einblenden


Beispiel eines Infoeintrages - es gibt für jedes Objekt auch Kurzinformationen wie Klassifikation, Größe, Helligkeit usw.


Räumliche Verteilung von massig Galaxien, rechts ist die Skala einstellbar



 Mit Effekten wird nicht gegeizt, hier ein Blick auf die Nachtseite der Erde


Flug innerhalb der Atmosphäre, hier über Frankreich - niedrigste Oberflächenauflösung
 
Mond und Erde im Hintergrund


Kurz vor der Landung auf dem Mond, ein Blick zurück zur Erde



Eine Sonde im Anflug auf Europa



Ein Schiff in einem tiefen Orbit um den Planeten Mars




Ein großes interstellares Schiff genießt noch einen letzten Blick auf die Sonne durch die Ringe des Saturn




Sonntag, 30. November 2014

Die nutzbaren Nächte und durchschnittliche Grenzgröße 2007-2014

Eine kleine Betrachtung...

Subjektiv jammern viele (mich eingeschlossen), dass das "Wetter" immer schlechter wird, natürlich vor allem bezogen auf unser Hobby.

Klären wir vor ab wie ich "schlechtes Wetter" für mich und meine Hobbygenossen aus dem visuellen Deepsky Bereich definiere:

- Bewölkung (klar)
- Transparenz der Atmosphäre
- das obige um NEUMOND herum.
- Temperatur unerheblich

Das heisst: eine zweiwöchige Phase sonnigen Wetters mit 28° und strahlendem Sonnenschein tagsüber ist für mich richtig mieses Wetter, wenn der Himmel sich zur Nacht hin immer milchiger darstellt oder gar Gewitter durchziehen oder eine wunderschöne, hochtransparente Vollmondnacht - ebenso unnötig für mich.

Auf Grundlage meines Archivs an Beobachtungsberichten, hab ich versucht auf einem Diagramm die Entwicklung der letzten acht Jahre zu zeigen (ich habe zwar auch Daten aus den Jahren 2004-2006, die sind aber lückenhaft und fielen deshalb aus der Betrachtung heraus).

Beginnen wir mit der nach Monaten gestaffelten Ansicht der genutzten  Nächte.

(Klicken für große Ansicht)

Bei der Betrachtung muss man im Hinterkopf behalten, dass es sich um die von mir genutzten Nächte handelt und auch ich kann nicht jede sich bietende Nacht nutzen, sei es wegen familiären Verpflichtungen oder auch Krankheit. Etwas geglätteter zeigt sich das weiter unten in der Aufschlüsselung nach Quartalen und nicht nach Monaten. Insgesamt reden wir hier aber von einzelnen Ausreissern (Pech) von vielleicht zwei Monaten in den vergangenen Jahren wo ich durchgehend trotz guten Bedingungen passen musste. Es fällt bei der (meiner) Interpretation, dass es ganz klar eine besonders schlechte Phase  gab, vor allem aber dass im Vergleich zu früheren Jahren die Kontinuität sehr gelitten hat, statt wenigstens 1-2 brauchbaren Nächten gibt es immer häufiger Lücken, manchmal ganze Quartale die als Totalausfall zu werden sind.

Doch die Anzahl der genutzten Nächte sagt noch wenig über die Qualität aus! Deshalb habe ich nach Quartalen sortiert die durchschnittlich erreichte Grenzgröße ermittelt. Hierbei ist zu beachten, dass Monate/Quartale mit nur EINER Nacht (oder wenigen Nächten) eine dünne Datengrundlage bieten, deshalb findet man unter der Grafik eine weitere wo die Grenzgröße UND die Anzahl der Nächte in eben jenem Quartal dargestellt sind - Quartale mit vielen Nächten sind also bezüglich der Bedingungen wesentlich aussagekräftiger als wenn von Januar bis März nur eine einzige Nacht nutzbar war, die dann glücklicherweise bei 6m Grenzgröße lag.

Folgende Nächte wurden aus dieser Betrachtung ausgenommen:
  • Mondbeobachtungen
  • Beobachtungen in anderen Regionen (alles fand im Umkreis von ca. 30km statt)
  • Beobachtungen vom Balkon/Garten, nur an den Bebachtungsplätzen ausserhalb von Ortschaften



Ein Fazit fällt mir selber etwas schwer, man sieht aber deutlich, dass sich in der langfristigen Enwicklung schon Tendenzen abzeichnen, ohne Wertung woran das liegt gilt es einfach weiter jede Möglichkeit die sich bietet zu nutzen, jederzeit kann wieder eine richtig schlechte Phase über uns hereinbrechen, besonders die Grenzgrößenentwicklung macht mir große Sorgen, auch wenn sich das in der Grafik nicht auf den ersten Blick so stark niederschlägt, so sieht man doch wenn man die von der Anzahl schwachen Quartale herausrechnet, dass die Transparenz und damit die erreichbare Grenzgröße in eine unangenehme Richtung entwickelt. Vor allem 2013/2014 war innerhalb eines ganzen Jahres gerade mal eine Nacht über 6m und nur wenige die an eben jener magischen Grenze kratzten.