Ort: Sportplatz Laufenselden
Zeit: 20 Uhr bis 1:15 Uhr
Wetter: Klar, im Laufe der Nacht verschlechternde Transparenz
SQM-L: max. 21,1
Ein schöner Tag der förmlich nach einer würdigen Verlängerung in die klare Nacht verlangte. Die ersten Mails der Sternsüchtigen trudelten schon am frühen Abend ins Postfach und so wurde das Astromobil kurzfristig beladen. Diesmal mit tatkräftiger Unterstützung von meiner Tochter, die diesmal keinesfalls den Papa alleine rausfahren lassen wollte.
Wir waren schon EINIGES "zu früh" am Platz, aber so konnten wir noch eine Weile gemütlich in den letzten Sonnenstrahlen lümmeln und den Fußballplatz seinem originären Zweck zuführen. Auch für den ein oder anderen Schnappschuss der wirklich schönen Sonnenuntergangsstimmung der Frühlingspracht war noch genug Zeit.
Jan war der erste der am Platz antraf und wir konnten in aller Ruhe mit Aufbau und Justage beginnen. Nur kurze Zeit später gesellten sich auch Horia und Ronald dazu, später folgten Hans und Ingo, gar nicht mal so leer :)
Noch in der Dämmerung bestaunte meine Tochter sowohl mit dem Spektiv als auch im 12er Jupiter und Saturn (man muss nicht lange rätseln welches Gerät ihr besser gefiel...).
Jan geht ein Licht auf - in diesem Fall Jupiter
Die Nacht schritt voran und zu Beginn war es gar nicht mal so übel, ich ging hauptsächlich ein paar Standardobjekte an, M13, M57 (zu Beginn echt lohnen bei über 400x!!), ein früher NGC 7000 war ebenso dabei wie das "Rocking Horse" NGC 6910. Wie immer hatte ich wieder essentielle Ausrüstung daheim gelassen :P heute: ALLE Kartenwerke... Dank Jan war es mir aber trotzdem vergönnt in die Jungfrau aufzubrechen, zugegeben - ich hatte erstmal wieder richtig dicke holländische Tomaten auf den Augen und sah das "T" (sehr guter Einstiegspunkt in die Galaxienfülle der Jungfrau) vor lauter Sternen nicht! Nochmal nachschauen, nochmal schwenken... aaah da habe ich das Feld überschätzt, wir liegen also richtig und los geht es bei M98 über M99 zum Start der "Makarian's Chain" - die geniale Gruppe die aus M64, M68, IC4388, IC4387 und IC4402 besteht ist einfach nicht zu übersehen und der perfekte Startpunkt durch die Kette.
Leider war der Himmel inzwischen doch merklich schlechter geworden, das merkte man den Galaxien bereits an und als ich nochmals auf M57 schwenkte und ähnlich hohe Vergrößerungen wie am Anfang aufziehen wollte - zappeduster, ich dachte schon mein Auge ist kaputt :D
Allgemeine Aufbruchstimmung, abnehmende Transparenz und natürlich auch etwas Müdigkeit waren perfekte Gründe gegen 1 Uhr mit dem Abbau der Gerätschaften zu beginnen. Trotz streckenweise suboptimalen Bedingungen war es eine sehr schöne Nacht, nicht zu überlaufen wie wir das ja letzthin schon manchmal am Platz hatte, ein Wiedersehen mit alten Bekannten (sowohl am Himmel als auch am Teleskop) und mein erster Blick durch einen 5" Takahashi Apo in seiner Firstlight Nacht - hat man ja auch nicht alle Tage ;)
Die Nacht ist leider inzwischen schon wieder heftig kurz und das obwohl wir soooo lange Winter hatten, aber mit etwas Glück sind noch ein oder zwei Nächte vor dem Sommer drin...
Montag, 6. Mai 2013
Montag, 8. April 2013
BB vom 07.04.2013
Ort: Feld Idsteiner Land
Zeit: 21:15-23:45 klar, leichte Schleierbewölkung im Westen
Ein Anruf von Rainer in den Abendstunden, der Himmel zeigte sich schon halbwegs brauchbar, auch wenn im Westen immer noch hartnäckige Schleierbewölkung lauerte. Aber da ich den Kometen Panstarrs IMMER noch nicht erfolgreich gesichtete hatte, stellte sich die Frage gar nicht ob ich den Abend nutzen würde.
Allerdings bin ich bewusst nur mit kleinem Besteck losgefahren, sprich Kamera/Fernglas/Spektiv...
Es dauerte nicht allzulange und die Dämmerung war weit genug fortgeschritten um den Kometen endlich zu sichten, wenige Grad neben Messier 31 war er sofort oberhalb eines Sternchens als solcher zu erkennen, der Schweif war recht ausgedehnt und nicht seitengleich. Im kleinen Spektiv war er auch ordentlich zu beobachten und auch wenn die hellste Zeit wohl schon vorbei ist, war ich nicht minder erfreut über den Anblick und die Tatsache, daß er sich am Ende DOCH nicht vor mir verstecken konnte (siehe die vielen Fehlversuche bei Teilbewölkung).
In Rainers 12"er kam er naturgemäß nochmal um einiges knalliger daher, man konnte gar Variationen um den Kern herum ausmachen, ein sehr ästhetischer Anblick. Als sich der Klumpen dann immer weiter gen Horizont verabschiedete hielt ich noch eine gemütliche Runde mit Standardobjekten die sowohl im Fernglas als auch größtenteils im Spektiv bewundert wurden - Mit 60mm gibt es zwar viel zu sehen aber weniger Details zu beschreiben, das verkneife ich mir jetzt mal. Neben den Must-haves wie h+x, M42, M35, M45 usw. konnte ich auch schon einen ersten Blick auf M13 werden, der natürlich bei maximal 60x im Spektiv noch einzelsternlos blieb. Rainer war derweil wieder auf Quasarensuche, leider heute mangels angepasster Detailkarte nicht erfolgreich. Auch am Quallennebel versuchten wir uns, aber obwohl wir beide an der selben Stelle Aufhellungen ausmachen konnten, war es wohl NICHT der Nebel sondern Lichtreflexe des nahestehenden Sterns - Rainer stellte einen ähnlich hellen Stern ein und wir sahen tatsächlich wieder die Aufhellung...
Der Himmel war nicht übel aber die 6m Grenze war heute definitiv nicht zu knacken, dementsprechend fiel dann eben auch die Erfolgsquote der Faintfuzzies aus. Kurz vor Mitternacht war mein Sommerhöschen dann auch weit genug heruntergekühlt um mich zurück zum Auto und damit nach Hause zu treiben, nichts desto trotz war es ein sehr angenehmer Abend und ich kann den Kometen - zumindest seelisch - zu den Akten legen ;)
(Danke an Jan für die Anti-Rauschbearbeitung!)
Zeit: 21:15-23:45 klar, leichte Schleierbewölkung im Westen
Ein Anruf von Rainer in den Abendstunden, der Himmel zeigte sich schon halbwegs brauchbar, auch wenn im Westen immer noch hartnäckige Schleierbewölkung lauerte. Aber da ich den Kometen Panstarrs IMMER noch nicht erfolgreich gesichtete hatte, stellte sich die Frage gar nicht ob ich den Abend nutzen würde.
Allerdings bin ich bewusst nur mit kleinem Besteck losgefahren, sprich Kamera/Fernglas/Spektiv...
Es dauerte nicht allzulange und die Dämmerung war weit genug fortgeschritten um den Kometen endlich zu sichten, wenige Grad neben Messier 31 war er sofort oberhalb eines Sternchens als solcher zu erkennen, der Schweif war recht ausgedehnt und nicht seitengleich. Im kleinen Spektiv war er auch ordentlich zu beobachten und auch wenn die hellste Zeit wohl schon vorbei ist, war ich nicht minder erfreut über den Anblick und die Tatsache, daß er sich am Ende DOCH nicht vor mir verstecken konnte (siehe die vielen Fehlversuche bei Teilbewölkung).
In Rainers 12"er kam er naturgemäß nochmal um einiges knalliger daher, man konnte gar Variationen um den Kern herum ausmachen, ein sehr ästhetischer Anblick. Als sich der Klumpen dann immer weiter gen Horizont verabschiedete hielt ich noch eine gemütliche Runde mit Standardobjekten die sowohl im Fernglas als auch größtenteils im Spektiv bewundert wurden - Mit 60mm gibt es zwar viel zu sehen aber weniger Details zu beschreiben, das verkneife ich mir jetzt mal. Neben den Must-haves wie h+x, M42, M35, M45 usw. konnte ich auch schon einen ersten Blick auf M13 werden, der natürlich bei maximal 60x im Spektiv noch einzelsternlos blieb. Rainer war derweil wieder auf Quasarensuche, leider heute mangels angepasster Detailkarte nicht erfolgreich. Auch am Quallennebel versuchten wir uns, aber obwohl wir beide an der selben Stelle Aufhellungen ausmachen konnten, war es wohl NICHT der Nebel sondern Lichtreflexe des nahestehenden Sterns - Rainer stellte einen ähnlich hellen Stern ein und wir sahen tatsächlich wieder die Aufhellung...
Der Himmel war nicht übel aber die 6m Grenze war heute definitiv nicht zu knacken, dementsprechend fiel dann eben auch die Erfolgsquote der Faintfuzzies aus. Kurz vor Mitternacht war mein Sommerhöschen dann auch weit genug heruntergekühlt um mich zurück zum Auto und damit nach Hause zu treiben, nichts desto trotz war es ein sehr angenehmer Abend und ich kann den Kometen - zumindest seelisch - zu den Akten legen ;)
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Freitag, 15. März 2013
BB vom 15.03.2013
Feld bei Seitzenhahn
bewölkt
18:30 bis 19:30 Uhr
dieser Komet will sich mir einfach nicht zeigen, gut Pech gehabt, ich will ihn jetzt auch nicht mehr suchen.
Der Tag war schön, am Abend dann zuziehen des Westhimmels... Manfred, Sascha und ich haben uns trotzdem in geeigneter Lage getroffen und aufgebaut. Weder auf den mannigfaltigen Aufnahmen noch im Fernglas war und ist der Komet zu sehen, die Wolken waren einfach zu dicht, bzw die mikroskopischen Lücken in Horizontnähe zu klein...
Bevor wir wieder zusammenpackten, kam per Zufall noch ein weiterer enttäuschter Kometenjäger bei uns vorbei, immerhin war der erneute Fehlversuch unterhalterisch etwas wert.
bewölkt
18:30 bis 19:30 Uhr
dieser Komet will sich mir einfach nicht zeigen, gut Pech gehabt, ich will ihn jetzt auch nicht mehr suchen.
Der Tag war schön, am Abend dann zuziehen des Westhimmels... Manfred, Sascha und ich haben uns trotzdem in geeigneter Lage getroffen und aufgebaut. Weder auf den mannigfaltigen Aufnahmen noch im Fernglas war und ist der Komet zu sehen, die Wolken waren einfach zu dicht, bzw die mikroskopischen Lücken in Horizontnähe zu klein...
Bevor wir wieder zusammenpackten, kam per Zufall noch ein weiterer enttäuschter Kometenjäger bei uns vorbei, immerhin war der erneute Fehlversuch unterhalterisch etwas wert.
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Donnerstag, 14. März 2013
BB vom 14.03.2013
Ort: Feld bei Taunusstein
Zeit: 18:30-19:15
aufziehende Bewölkung
Auch mich hat jetzt das Jagdfieber gepackt! Bin gegen halb sieben aufs Feld gefahren, der Himmel fast blitzeblank. Leider zog von Nordosten eine dicke Wolkenbank heran.
Zwar habe ich noch einige Fotos geschossen, aber gefunden habe ich ihn darauf nicht, auch nicht mit dem 10x50... Morgen der nächste Versuch!
Bild 1 - 18:30 Uhr - sehr vielversprechend
Bild 2 - 19:05 Uhr - die Bank dürfte ziemlich genau auf dem Kometen liegen
Zeit: 18:30-19:15
aufziehende Bewölkung
Auch mich hat jetzt das Jagdfieber gepackt! Bin gegen halb sieben aufs Feld gefahren, der Himmel fast blitzeblank. Leider zog von Nordosten eine dicke Wolkenbank heran.
Zwar habe ich noch einige Fotos geschossen, aber gefunden habe ich ihn darauf nicht, auch nicht mit dem 10x50... Morgen der nächste Versuch!
Bild 1 - 18:30 Uhr - sehr vielversprechend
Bild 2 - 19:05 Uhr - die Bank dürfte ziemlich genau auf dem Kometen liegen
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Dienstag, 5. März 2013
BB vom 04.03.2013
Ort: Laufenselden
Zeit: 19:15 bis 1:15 Uhr
Wetter: klar, leichte Minusgrade
Grenzgröße: ~ 6m
Ich hätte Bein und Stein schwören können, daß die letzte Beobachtungsnach schon fast ein halbes Jahr zurück liegt! Falsch geraten - im November war ich sogar zwei Mal draußen, einmal sogar richtig lohnend, aber 3 Monaten sind immer noch eine verflucht lange Zeit und da dieser Zeitraum nicht nur ohne Sterne sondern auch weitestgehend ohne Sonne stattfand, ist man geneigt es als wahre Ewigkeit zu betrachten...
Wie auch immer, die Durststrecke neigt sich nun endlich dem Ende zu. In dieser Nacht wäre ich wohl auch mit gebrochenen Beinen aufs Feld gekrochen! Und damit stand ich im wahrsten Sinne nicht alleine da, ich hab keine Karten abgerissen aber 10 Beobachter müssten wir gewesen sein, durch noch erheblichen Eis- und Schneematsch gar nicht so einfach einen gescheiten Parkplatz zu finden :D
In den letzten Jahren habe ich schon oft von den vermeintlichen Anlaufschwierigkeiten nach langen Standzeiten berichtet, aber eigentlich ging alles noch recht flott von der Hand, lediglich die Justierschrauben bzw. Gewinde am Fangspiegel haben im Keller wohl etwas Flugrost angesetzt. Die meisten Objekte haben sich auch heute nicht versteckt - also meinen abgedroschenen Spruch mit dem Fahrradfahren-verlernt-man-nicht, lasse ich heute mal stecken ;)
Doch bevor es an das eigentliche Beoabchten ging, sollte die gute Barndoor ihre Chance bekommen mit nun etwas optimiertem Workflow beim Einnorden und Ausrichten zu zeigen was sie kann. Herrlich! DAS ist Astrofotografie die ich mir gerne gefallen lasse, lediglich der leichtere Schwenkkopf fehlt nach wie vor, so kann ich die Konstruktion bedingt durch den sauschweren Neiger im Moment nur mit dem Kitobjektiv belasten. Nach ein paar Fokustests hielt ich dann etwa 6min auf den Bereich Orion (nicht wie ich gestern Nacht allen weiss machen wollte 10min...), was die Nachführgenauigkeit (bei niedriger Brennweite) angeht eine tadellose Arbeit der Montierung, die ISO (800) war halt zu hoch gewählt... aber hier steckt weiterhin geniales Potential um ansprechendes Rohmaterial zu erhalten :)
Irgendwann später am Abend, der letzte Mitbeobachter traf gerade ein, eine sehr sinnige Aktion des ortsansässigen Platzwartes, der sich der Illusion hingab es wäre ausgesprochen wichtig und unaufschiebbar, die Flutlichtanlage zu testen :D Aber er hat sich wirklich beeilt und schließlich sind WIR dort die Gäste ;)
Der Fotokrempel wurde hiernach verstaut und ich machte mich langsam ans ernsthaftere Beobachten, sofern man das so nennen kann... An der Stelle gleich mal einen großen Dank an Jan, der im Fortlaufenden die tollen Stimmungsfotos geschossen hat!
Mein visueller Startkandidat war NGC 2359 "Thors Helm", hatte ich selber noch nie selber aufgesucht, ist aber kein großer Akt - allerdings ist er wegen seines doch recht niedrigen Standes ohne Filter sehr schwer zu sehen, auch mit 12". Also wechselte ich im Zielgebiet zügig zum [OIII] Filter, damit sticht er dann auch schnell ins Auge, ein wunderbarer Anblick - ich tat mich etwas schwer den Alternativnamen "Duck Nebula" seiner Physiognomie zuzuordnen, aber nun gut wir wissen wie kreativ diese Namen mithin sind. Besonders schön war der Effekt, daß die Flügel des Helms beim indirekten Sehen immens anwuchsen!
Einem der neuen Mitbeobachter (ich glaube es war Franz), zeigte ich nachdem ich noch eine Weile M42/43 beobachtet hatte die "kosmische 37" NGC 2169, inzwischen ein Must-See für mich wenn der Haufen am Himmel steht.
Eigentlich nur zum Spaß und zum Angeben, daß ich Auffindetechnisch noch fit genug bin, schwenkte ich zu M81/82 im Bären - wow, habe ich schon schlechter gesehen! Vor allem aber packte mich etwas, daß mir den ganzen Abend bis zu dem Zeitpunkt irgendwie gefehlt hat: Ein Kribbeln, ein sachtes Klingen einer inneren Saite... Galaxien sind und bleiben MEINE Objekte. So eindrucksvoll und detailreich die galaktischen Nebel und filigranen Sternhaufen auch sein mögen, Extragalaktische Objekte haben für mich einfach ihren ganz besonderen Reiz. Alsdann blieb ich auch in diesem Bereich, besuchte M101, M51, M94 (mit erstaunlicher Struktur!) und den schwächeren Galaxien in diesem Bereich, namentlich die beiden Päärchen NGC4618/4625 und NGC4490/4485. Im Löwen wurde ich zunächst ziemlich enttäuscht, ein schwaches, flaues Triplett und eine nicht gefunden HGC44 im Hals :( Aber nur 20min später war der Siff in dieser Ecke wohl weitergezogen, schon in Jans 10er strahlte mich das Triplett an, ebenso in meinem Gerät und dann waren auch alle Mitglieder von Hickson 44 gut zu sehen. In Coma Berenices liess ich später die Galaxien für diese Nacht allerdings links liegen und machte mich an das interessante Kugelsternhaufenpaar M53/NGC5053. Leider war letzterer auch mit zwei zusätzlichen Paar Augen nicht auszumachen, der Himmel war dort heute einfach nich gut genug.
Ein weiteres echtes Highlight bildeten zwei Galaxiengruppen im Heck des Löwen. Horia war an diesen dran und mit dem Triatlas waren dann auch alle Mitglieder zu identifizieren! Hier zeigte sich einmal mehr, daß Horias Spiegel a.) besser ist und b.) durch die Socke einfach den merklich besseren Kontrast bietet. Die sehr sehenswerte Gruppe NGC3686/3684/3681/3691 ist wirklich intensive Besuche und auch mal eine Zeichnung wert! 3691 ist mit 12m7 das schwächste Gruppemitglied und war bei meinem Teleskop nur mit Augenverbiegen sichtbar, bei Horias 12er dauerhaft indirekt und blickweise auch direkt zu halten.
Kurz vor ein Uhr brach allgemeine Aufbruchstimmung aus, war auch nach 6 Stunden langsam etwas schattig...
In jedem Fall war es für mich eine würdige Nacht zum Wiedereinstieg nach der langen Pause und auch wenn ich Angst vor dem folgenden Wetter habe, freue ich mich auf die anstehenden Galaxiennächte in den nächsten Monaten.
>>"Sechs Stunden reinrassiges Deepskyvergnügen"<<
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Freitag, 15. Februar 2013
Meteoritenschauer in Russland
Uff, das was heute Morgen über Zentralrussland passiert ist, wird wohl der bestdokumentierte Eintritt eines relativ großen Brockens in die Erdatmosphäre, gleichzeitig auch das zivilsatorisch zerstörerischste Ereignis dieser Art in der Neuzeit.
Was ist passiert?
Über dem Ural trat heute Morgen 4:30 Uhr MEZ ein nach ersten Angaben wenige Meter großer Meteor mit 50.000 km/h in die Erdatmosphäre ein und explodierte in ca. 5000 Meter Höhe über einem besiedelten Gebiet um die Millionenstadt Tscheljabinsk. Zur Stunde (15 Uhr) spricht man von ca. 1000 Verletzten und erheblichen Schäden, wobei hier keinesfalls von Einschlägen spricht sondern lediglich von Auswirkungen der Druckwelle (zerplitterte Fenster ect.). Wobei wir da sicher noch etwas auf Untersuchungen warten sollten, wenn man die Bilder von rauchenden, zusammengestürzten Industriehallen sieht mag man nicht ausschließlich auf Druckwelle schließen.
Mein erster Gedanke als ich gegen Mittag die Nachricht hörte war: Hat das eventuell etwas mit dem für heute Nacht erwarteten Meteoroiden 2012 DA 14 zu tun, der in nur 30 Tausend Kilometer Entfernung an der Erde vorbeisausen wird?
Nein - das ist inzwischen von Astronomen ausgeschlossen worden, die Eintrittsgeometrie spricht ganz klar dagegen.
Bei aller Tragik, der durch zerstörte Fenster verletzten Menschen, ein interessantes und geschichtsträchtiges Ereignis - die Chancen, daß heute lebende Menschen nochmals einen Fall dieser Art während ihres Lebens mitbekommen werden sind recht gering...
Abschließend ein paar Links zu weiterführenden Artikeln, die meisten mit weiterführenden Links und Videos:
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Freitag, 11. Januar 2013
Ein weiterer Schnappschuss mit der Barndoor
Gestern Abend gab es eine von offiziellen Wettervorhersageportalen NICHT genehmigte Lücke in der wochenlangen Wolkendecke!
In Ungewissheit der Dauer, habe ich mich wenigstens dazu durchgerungen die Barndoor mal einem Balkontest zu unterziehen - sicher beschränkte Sicht und und und... - was solls, Dank Dosenlibelle(n), Gradanzeige und eingebautem Kompass des Dörr Stativs war die fehlende Sicht auf Polaris (so zumindest meine Hoffnung) zu verschmerzen.
Problematisch bleibt der Revue Neiger, zum einen wegen des großen Eigengewichts, des Weiteren wegen der eingeschränkten Verstellbarkeit in Richtung Süden und zu guter Letzt die nicht gutzumachende laberige Klemmung, die schweres Zubehör wie das derzeit geliehene 300mm Objektiv leider verbieten...
Egal, nach ein paar Probeschüssen und Ausrichtungen wurde einfach mal 2min bei ISO 800 in Richtung Andromeda gehalten... Das Bild lass ich einfach mal so stehen, nichts besonderes, aber immerhin war die Nachführung für das blinde Ausrichten in Richtung Norden durchaus brauchbar!
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Mittwoch, 2. Januar 2013
Firstlight Barndoor
Gänzlich unverdient habe ich zu Weihnachten eine herrliche, nagelneue Barndoormontierung von meinem treuen Jan geschenkt bekommen! Womit ich das verdient habe werde ich noch ergründen...
In jedem Fall habe ich mich naturgemäß tierisch darüber gefreut, zumal das nicht irgendetwas zusammengeschustertes ist, sonder ein Qualitätsprodukt aus dem Hause Mark (Woody)! Ich will an dieser Stelle gar nicht so detailliert auf die Finessen der Konstruktion eingehen, sie wurde an anderer Stelle ja schon ausgiebig vorgestellt, einen Detailbericht werd ich sicher demnächst noch im Blog vorstellen. Es reicht zu wissen: Hier wurde gedacht - und zwar an alles. Die erste Erkenntnis nach der Montage auf mein Revuestativ: Da muss was wesentlich stabileres her. Nach etwas Recherche vorab entschied ich mich im Laden dann für ein Dörr Pro Black 3 XL. Es gab nur ein Manfrotto in ähnlicher Preislage mit merklich schlechterer Austattung und weniger Tragkraft. Nun hat das Stativ neben 5kg angegebener Belastbarkeit auch zwei Dosenlibellen und sogar einen Kompass integriert und eine Gradskala in beiden Achsen (nicht ganz uninteressant von meinem Balkon aus sehe ich Polaris nicht). Als Neiger auf der Barndoor nutze ich jetzt erst einmal den vom Revuestativ, der ist allerdings recht schwer und ein Kugelkopf muss noch her. Glücklicherweise hat Woddy auch an eine stabile Sucherhalterung gedacht und ich konnte einfach meinen Polsucher aus der EQ3-2 rausschrauben und dort befestigen!
Gestern tat sich endlich eine gnadenvolle Großlücke auf, und so fuhr ich fix aufs benachbarte Feld, auch wenn der Fastnochvollmond natürlich bereits eine gewisse Höhe hatte.
Schlauer Weise habe ich erst einmal das Auto in ein Schlammloch gesetzt, viel besser sah es außen herum auch nicht aus, aber egal, soll ja nur ein erster Test sein. Ein kleiner Denkfehler machte es nötig, das Stativbein etwas einzuziehen um die nötige Polhöhe zu erreichen.
Skeptisch war ich, nicht wegen der Konstruktion sondern wegen der Belastung durch das Gewicht auf der Barndoor, nachdem ich ein paar Testaufnahmen für das richtige Feld gemacht hatte, wurde dann eine 120 Sekunden Aufnahme bei ISO 800 und 18mm Brennweite mit dem Kabelauslöser gemacht. Auf mehr habe ich ob des Matschfeldes um mich herum in die das Stativ bereits begann einzusinken verzichtet, aber zu Hause wurde ich durch ein für mich begeisterndes Rohbild belohnt! Sie arbeitet tadellos und das obwohl bei der Aufstellung noch einiges im Argen lag, ich denke damit werde ich noch RICHTIG viel Spaß haben.
Ich stelle mal mehrere Versionen ein, Rohbild, mit Fitswork geebneter Hintergrund (hat den Baum versaut aber was solls) und eine Bearbeitung von Jan (in dieser Reihenfolge).
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Montag, 31. Dezember 2012
Tchibo Torpedo im Einsatz! Ein frohes und gesundes Jahr 2013!
Hallo Leute,
über das 76/700 Tchibo Newton Teleskop wurde schon viel geschrieben und
gestritten, viel getuned und umgebaut und viel Frust war zu verarbeiten.
Nach jahrelanger Recherche und Experimenten habe ich nun ENDLICH den engültigen und KORREKTEN Einsatzzweck für dieses Teleskop und seine mitgelieferte Montierung gefunden.
Nach jahrelanger Recherche und Experimenten habe ich nun ENDLICH den engültigen und KORREKTEN Einsatzzweck für dieses Teleskop und seine mitgelieferte Montierung gefunden.
ALLEN BESUCHERN UND FREUNDEN WÜNSCHE ICH AUF DIESEM WEGE EINEN GUTEN START IN EIN GESUNDES UND ERFOLGREICHES JAHR
2013
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Montag, 17. Dezember 2012
"Lidl" Auriol 20-60x60 Spektiv - Ein Videotest
Heute morgen bot sich die Möglichkeit für ein Stündchen auf das heimische Feld zu fahren und das Spektiv nochmal in der Natur auszuprobieren. Dabei hatte ich auch eine Digiklemme zur afokalen Fotografie und eine kleine Kamera um Videoaufnahmen durch das Spektiv anzufertigen.
Die Wetterbedingungen waren leider alles andere als ideal: Wolken verhinderten wirkliche Fernblicke, Nebel zog über die Berge und der Wind war recht böig, was sich an zitternden Bildern niederschlug.
Trotzdem soll das Video als erste Einschätzung dienen - der Erfahrungsbericht wird ebenfalls um das Video erweitert... viel Spaß beim Anschauen.
Spektiv Videotest "Lidl" Auriol 20-60x60 Spektiv from Benny Hartmann on Vimeo.
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